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Zum Ende der Seite springen Umgang mit Traumatisierung
Autor
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Yoyo Yoyo ist weiblich
Frischling



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Dabei seit: 27.05.2017
Beiträge: 7


Umgang mit Traumatisierung Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Hallo an alle!

Nachdem ich mich hier angemeldet hatte, habe ich die letzten Tage sehr viel Zeit mit Lesen verbracht.....
In diesem Bereich des Forums ist ja nicht so sehr viel los - es besteht seit einem Jahr, aber
wurde wirklich so wenig geschrieben? Sind wir die einzigen, die mit aus Traumatisierung entstandenen Problemen kämpfen?
Wenn ich bei den Problemen mit kleinen Pflegekindern lese, erkenne ich vieles wieder - aber vieles eben auch nicht. Weil PS schon 16 war, als wir ihn kennen lernten. Weil keiner da ist außer ihm selbst, der mit uns über seine frühe Kindheit spricht. Weil er eine furchtbar belastende Flucht über zwei lange Jahre erlebt hat. Weil, weil, weil.
Kann mir einer von euch vielleicht helfen, meine Gedanken zu sortieren? Ich finde gerade manches so kompliziert - und es macht müde.
Unser PS war hier in einer Gemeinschaftseinrichtung für UMAs untergebracht, ich ging dort von Anfang an als ehrenamtliche Sprachförderkraft ein und aus.
Und er war immer als erster da, hat mir geholfen Sachen zu tragen usw.
Nach ca. 6 Wochen kam Tochterkind (8 Jahre) das erste Mal mit, weil sie selbst Schulferien hatte. Das war vor nunmehr fast 1 1/2 Jahren.
Die beiden haben sich sofort und ohne viele Worte verstanden. Kurz danach hat sie ihn zu uns eingeladen und seitdem geht er mehr oder weniger hier ein und aus.
Seit 1.6. 2016 besteht ein Pflegeverhältnis und er zog komplett zu uns um.
Was dabei vielleicht wichtig ist: Er hat sich uns quasi ausgesucht! Die Initiative ging von ihm aus - er hat mir täglich geschrieben, hat uns am Wochenende eingeladen und für uns gekocht, er suchte den Familienanschluss wo immer es ging.
Und mit mir hat er sehr viel geredet. Stundenlang. Über eigentlich alles.
Mit meinem Mann war und ist das Verhältnis eher freundschaftlich, zu mir sagt er nun auch schon sehr lange "Mama" und wenn irgendwas ist, kommt er zu mir.
Tja, und jetzt kommt die Schwierigkeit an der Sache - wenn er nicht angetriggert ist. Also das ist meine Sichtweise, wir waren mit ihm nicht beim Therapeuten.
Vielleicht noch nicht, aber dazu später.
Immer wieder hat er Tage bis hin zu ganzen Wochen, in denen schlicht gar nichts geht.
Er zieht sich zurück, oft isst er nichts und trinkt nur sporadisch, wenn man klopft liegt er im Bett oder auf dem Fußboden und "schläft".
Vieles davon hat und hatte mit mir zu tun- ich bin so gut wie immer "schuld", wenn er angetriggert ist. Oft sind das Kleinigkeiten für mich, die für ihn absolut unverständlich und verletzend sind. Und dann kann man eigentlich auch nicht mit ihm sprechen, dann kommt immer nur: "Ich weiß nichts." Manchmal auch: "In diesen Tagen bin ich blind."
Das ist aber nicht nur Traurigkeit, teilweise ist es auch unterschwellig mit Aggressionen mir gegenüber verbunden. Das ist nicht greifbar und ich hatte noch nie und zu keiner Sekunde je Angst, er würde mir (oder sonstwem) gegenüber in irgendeiner Form handgreiflich werden, aber es ist zu spüren. Und dann kommen auf die einfachsten Alltagsfragen höchstens patzige Antworten, wird ein "Guten Morgen" nur gemurmelt (und ist absolut nicht verständlich, ich kann mir dann denken, was es heißt).
Nach außen hin hält er die Fassade aber immer aufrecht. Er geht zum Fußball und lacht dort mit seinen Kumpels, er telefoniert mit Afrika und man hört seiner Stimme nichts an, während ich total geschafft bin und manchmal auch aus frustrierter Hilflosigkeit am Weinen. Denn es ist so schwer zu erkennen, dass es ihm hier gut geht.
So häufig denke ich: in der Gemeinschaftseinrichtung war zumindest nach außen besser drauf. Obwohl es ihm dort wirklich nicht besser gehen konnte!!!
Klar stimmt das so nicht. Er kann mir nur jetzt erst zeigen, wie es wirklich in ihm aussieht - das hätte er damals nicht gekonnt, dazu fehlte jede Bindung.
Mit unseren LK kommt er immer gut klar. Die drei lieben sich gegenseitig und mit dem LS kann er ohne Ende auch kuscheln, toben und Fußball spielen.
Ich bin häufig das Problem - ohne das ist wüsste, wie ich das ändern kann oder ihm besser helfen!
Anfangs dachte ich, die Schwierigkeiten hätten mit seiner Flucht zu tun. Die weiß Gott nicht einfach war - er ist mit 14 los gegangen, musste immer unterwegs arbeiten, weil er kein Geld für die nächste Etappe hatte und landete in L. im Arbeitsgefängnis (sie fast alle minderjährigen Schwarzafrikaner).
Auch in Italien ging es ihm überhaupt nicht gut.
Aber das ist hier meist nicht das Thema - an Stellen, an denen ich vielleicht mit Reaktionen diesbezüglich gerechnet hätte, merkt man ihm oft gar nichts an. Auch keine Anspannung, es triggert ihn auch nicht, gewisse Bilder zu sehen.
Immer sind es andere Dinge - v.a. dann, wenn ich seinem Bild von mir nicht entspreche.
Was mich immer mehr zu dem Gefühl bringt, es hat vielleicht viel eher mit seiner frühen Kindheit zu tun. Die Mama starb, als er ein Säugling war. Es gab noch eine Erstfrau (tja) und vier große Schwestern, für seinen Vater war er als erster Sohn dennoch sehr wichtig und ich denke, das war eine große Liebe und bestimmt auch Bindung (wieviel auch immer dort möglich ist, Männer beschäftigen sich ja kulturell bedingt viel weniger mit ihren Kindern). Der Vater starb, als PS 8 war, er war mit in der Klinik und schlief auf dem Fußboden vor dem Bett. Danach fing das Desaster für ihn richtig an.
Die erste Frau kam mitsamt allen Kindern zum älteren Bruder ihres Mannes. Dieser hatte selbst 4 Frauen (mehr geht nicht) und 20 Kinder - und es gab wohl von Anfang an auch Schwierigkeiten zum PS. Der durfte als einziger nicht auf die Schule gehen (alle anderen durften - er hat sich Lesen, Schreiben, Rechnen und vieles sonst selbst beigebracht!) und musste auf dem Feld arbeiten. Oder Pferde und Esel im Busch hüten - ohne Zaun aussichtslos und täglich gab es Prügel, weil ihm immer irgendein Tier abhanden kam.
Außerdem musste er sich von Anfang an mit einem älteren Cousin ein Häuschen (na ja Hütte) außerhalb des Familienverbundes teilen - und das in dem Alter! Die erste Frau seines Vaters hat immer wieder versucht, ihn dort wegzubringen. Weg vom Onkel.
So war er mal ein Jahr bei einer ihrer Schwestern - das war aber wohl auch eine sehr schwere Zeit für ihn, da es dort extrem viel häusliche Gewalt gab.
Jetzt ist er hier. Und manchmal ganz Kind, manchmal extrem viel reifer, als man es in dem Alter erwarten würde. Was ja auch völlig logisch ist!!! Pubertät ist sicher auch noch dabei - auf der Flucht wird dazu keine Zeit gewesen sein.
Und ich stehe manchmal ratlos vor diesem Wust und denke: Wie gehe ich nur richtig damit um?
Beim letzten Hilfeplangespräch sagte die SB anschließend unter vier Augen zu mir, er hätte sie wütend gemacht, wie er da so in seinem Stuhl hin, als ginge ihn das alles nichts an.
Dabei war er angetriggert und "blind" - ich wusste das schon! Aber wie soll ich ihn schützen?
Ich merke, dass er ohne Ende Angst hat uns zu verlieren. Ist z.B. auch immer noch extrem eifersüchtig auf den Sprachunterricht, den ich nach wie vor mache um die anderen nicht komplett fallen zu lassen (und weil es mir Spaß macht smile )
Er begleitet mich nicht, hat er nie getan und ist so gut wie immer miserabel drauf, wenn ich wieder heimkomme.
Aber das würde er niemals zugeben!!! Kommen Diskussionen in diese Richtung, sagt er: "Send me out". Oder "let it" (an schlechten Tagen spricht er auch kein Deutsch)
Er vertraut da auf Gott. Also zumindest sagt er das............
Ohnehin hat Gott uns zu seiner Familie gemacht, nicht etwa wir. Verlustängste zugeben: Niemals!
Jetzt ist auch noch Ramadan und es liegt ein schwieriges Wochenende hinter uns. Heute morgen war die Stimmung zum ersten Mal wieder etwas lockerer. Ramadan hat er auch letztes Jahr schon durchgezogen (inkl. Fußballspielen an super heißen Sommertagen ohne einen Schluck zu trinken!!), aber das hat sein Papa auch das allererste Mal mit ihm gemacht, bevor er starb.

Bevor mein Text zu lang wird, höre ich jetzt mal auf. Ich weiß nicht, ob einer von euch etwas damit anfangen kann - ob es vielleicht Menschen hier gibt, denen es ähnlich geht wie uns.
Wir lieben PS alle sehr, er gehört zu uns. Es ist immer total belastend, wenn es ihm so schlecht geht und manchmal bin ich wirklich am Ende mit meinem Latein. Dann scheint nichts von alledem zu funktionieren, was ich in fast 40 Jahren gelernt habe. Wie ich auf Menschen zugehe, wie ich interagiere usw.
Und manchmal triggert er auch mich an - was ich aber natürlich unter allen Umständen verhindern möchte! Schließlich möchte ich ihm Sicherheit und Stabilität vermitteln und mich nicht mit ihm fetzen!

Danke für euren Rat!
Yoyo
29.05.2017 10:39 Yoyo ist offline Beiträge von Yoyo suchen Nehmen Sie Yoyo in Ihre Freundesliste auf
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Rainbowwoman Rainbowwoman ist weiblich
Gymnasiast


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Dabei seit: 17.09.2007
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Liebe Yoyo,

Troest Du beschreibst sehr anschaulich die "ganz normalen" Verhaltensweisen eines schwer traumatisierten jungen Mannes.
Er benötigt meiner Meinung nach dringend professionelle Hilfe von außen, denn sein Verhalten deutet doch schon sehr in Richtung Depression.

Das DU nun die Jenige bist, die seine ganze Wut und seinen Zorn zu spüren bekommt liegt einfach daran, dass er Vertrauen zu dir hat, sich fallen lassen kann.
Und wie du auch sehr gut beschreibst, zieht er dich oft mit in seinen Strudel hinein, triggert dich sogar selbst.

Ich würde ganz schnell versuchen Hilfe zu bekommen, einfach weil es sonst unausweichlich ist, dass ihr getrennte Wege gehen werdet und er damit ein weiteres Mal einen Bindungsabbruch erleidet oder ihr am Ende beide in diesem dicken schwarzen Loch hockt und nicht mehr raus könnt.

Für ihn war und ist Deutschland eine Chance, weit weg von den ganzen schlimmen und schweren Erlebnissen und jetzt merkt er, die Dämonen holen ihn ein. Das macht ihn bestimmt unglücklich und hilflos.

Ich rate dir, auch für dich zu sorgen, dich nicht auffressen zu lassen von dem Kummer und vor allem nicht den Anspruch zu haben perfekt für ihn zu sein- auch wenn er sich sicher nichts sehnlicher wünscht als eine "richtige Mama", die ihm sein ganzes Leben so gefehlt hat und von der er sich sicher ein wundervolles Märchenbild zusammengeträumt hat.

Er kann mit Hilfe lernen seine Vergangenheit zu bewältigen und vor allem Menschen zu vertrauen, schwach zu sein und auch mit einem normalen Alltag und einer Mama, die eben doch nur ein Mensch und damit unperfekt ist zu leben, ohne dabei komplett an allem zu zweifeln.


Viel Kraft und einen laaangen Atem wünscht dir rainbowwoman
29.05.2017 14:37 Rainbowwoman ist offline E-Mail an Rainbowwoman senden Beiträge von Rainbowwoman suchen Nehmen Sie Rainbowwoman in Ihre Freundesliste auf
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moosi
Privatschüler



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Dabei seit: 15.11.2009
Beiträge: 1.939


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Hallo yoyo,

Den Worten der Regenbogenfrau ist lediglich noch hinzuzufügen, dass ich die Hilfe für Dich konkretisieren würde und mich auf Einzel-Supervision bei der Antragstellung konzentrieren würde.
29.05.2017 18:14 moosi ist offline Beiträge von moosi suchen Nehmen Sie moosi in Ihre Freundesliste auf
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Yoyo Yoyo ist weiblich
Frischling



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Dabei seit: 27.05.2017
Beiträge: 7

Themenstarter Thema begonnen von Yoyo

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Danke euch beiden, das hilft schon sehr!
Es sind mit großer Sicherheit depressive Stimmungslagen, die ihn immer wieder quälen, dss denke ich schon auch.
Leider ist genau das auch wieder schwierig für mich, denn ich musste mit einer depressiven Mama aufwachsen (evtl auch Borderline, aber Therapeuten die sich trauten in diese Richtung zu deuten waren des Teufels).
Ich habe lange und viel an mir gearbeitet - mun kam ich zum PS wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kinde!
Nie hatte ich mir davor überlegt, eine Pflegemama sein zu wollen.
Es ergab sich so, fühlt sich aber richtig an. Nur fehlt mir halt jede Erfahrung - die zwei LK sind sicher gebunden und auch noch nicht in der Pubertät.
Und viele Jahre Jugendarbeitserfahrung helfen hier auch nicht weiter!
Daher bin ich dankbar für eure Tipps. Es wäre tatsächlich gut, ich suchte erstmal für mich selbst Hilfe.
Er ist noch nicht soweit.........ich hoffe, er sieht die Notwendigkeit irgendwann mal.

Wie ist das bei euch?

Schönen Abend!
Yoyo
29.05.2017 21:24 Yoyo ist offline Beiträge von Yoyo suchen Nehmen Sie Yoyo in Ihre Freundesliste auf
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Rainbowwoman Rainbowwoman ist weiblich
Gymnasiast


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Dabei seit: 17.09.2007
Beiträge: 2.128


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Liebe Yoyo,

wir haben uns auf Anraten einer PF noch VOR Aufnahme unserer Kinder eine Psychologin gesucht.
Ein großes Glück für uns, denn wir haben dann 10!Jahre mit ihr zusammengearbeitet.

Zwischen den Zeilen lese ich, dass du zumindest eine Idee davon hast, was Traumatisierung ist und wie sie sich zeigt. Vielleicht hilft dir dieses Wissen ja schon ein großes Stück weiter.

Supervision als erste Hilfe Maßnahme finde ich auch eine super Idee- dann kannst du mit einem Profi dank "Draufsicht" sehr konkret Ansatzpunkte finden wie du weiter mit dem Großen arbeiten kannst.

rainbowwoman
29.05.2017 21:53 Rainbowwoman ist offline E-Mail an Rainbowwoman senden Beiträge von Rainbowwoman suchen Nehmen Sie Rainbowwoman in Ihre Freundesliste auf
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Amanullah
Keimling



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Dabei seit: 17.12.2016
Beiträge: 10


Umgang mit Traumatisierung Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Hallo Yoyo,
ich sehe ein paar Parallelen zu unserer Situation.
1. Ich bin auch ziemlich unerwartet zur Pflegemutter geworden
2. Unser Junge hat auch schon früh die Eltern verloren und idealisiert sie (wichtig nur Mama, Papa. Gut nur Mama, Papa).
3. Er verweigert jegliches Therapieangebot (meine Seele nicht verletzt, ich gesund).

Meine absolut unprofessionelle Einschätzung deckt sich mit dem schon Gesagten:
1. Er kann es sich jetzt erlauben, sich fallenzulassen, weil er sich sicher fühlt ->im Grunde ein großes Kompliment an Sie, Sie geben ihm schließlich die Sicherheit!
2. Ja, tun Sie etwas für sich, damit es Sie nicht runterzieht. Ein bißchen emotionale Distanz für Sie, die Botschaft "ich bin für Dich da" für ihn.
Ich bin ziemlich sicher, es hat nichts (negativ) mit Ihnen zu tun, und wenn Sie das so sehen können, fällt es leichter, abzuwarten, bis es vorbei ist.

Glücklicherweise hatten wir die von Ihnen beschriebene Situation nur 1 mal: Ich habe ihn nachts um halb drei bitterlich weinend im Bad vorgefunden, "Was ich tun, ich leben nicht gut", danach zwei Tage im Bett, dann zu seinem Onkel um zu reden und drei Tage nicht wiedergekommen. Ich bin fast verrückt geworden.
Im Nachhinein denke ich, es war weil er seine Zuneigung zu uns nicht mehr verleugnen konnte. Er hatte sich fest vorgenommen, niemals wieder jemanden zu lieben.
Jedenfalls hat er seitdem nie wieder gesagt, daß er allein sei. Vorher fast täglich "ich ganz allein, keine Mama, kein Papa"

Ich versuche es mit systemischer Aufstellung, am 1.9. habe ich einen Termin.
Ich wünsche Ihnen viel Kraft.
10.06.2017 23:02 Amanullah ist offline Beiträge von Amanullah suchen Nehmen Sie Amanullah in Ihre Freundesliste auf
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kleine-Maus kleine-Maus ist weiblich
Vorschüler


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In vielem, was du schreibst, erkenne ich unseren UMA sehr deutlich wieder.
Er ist 15 J. alt und hat jahrelang viel Schlimmes im Krieg erlebt.
Auch er hat mich als Mama ausgesucht und wollte zu uns ziehen.

Auch ich bin seine Hauptbezugsperson.
Auch zu meinem Mann ist das Verhältnis zwar freundschaftlich, aber dennoch distanziert. Sie reden über Sport u.s.w.
Er kann sehr süß und lieb sein und nur so vor Charme sprühen,
ist aber extrem launisch. Er weiß dann oft gar nicht, weshalb er so schlechte Laune hat.
Aber in solchen Phasen kann man nur alles "falsch machen".
Teilweise versucht er, sehr dominant zu sein, ist dann frech.
Manchmal ist er sehr schutzbefürftig und verschmust
und manchmal bricht sein ganzes Elend über ihm zusammen und er weint ohne Ende. Diese Phasen sind furchtbar und ich fühle mich dann sehr hilflos. Glücklicherweise passiert das nicht sehr oft.
Er ist Moslem und hat mir anfangs sehr viel über seinen Glauben erzählt. Damit kommen wir alle gut zurecht und es gibt keinerlei Probleme.

Er hat sich sehr gut integriert, hat aber ein geringes Durchhaltevermögen.
Er "eckt oft an" und ich führe immer mal wieder Gespräche mit Lehrern, Handball-Trainer u.s.w. Immer wieder werbe ich für Verständnis, erkläre und stelle mich schützend vor ihn.
Und ihn versuche ich immer wieder zu motivieren, durchzuhalten und nicht bei Schwierigkeiten alles hinzuschmeißen.
Er möchte keine Psychologische Hilfe, würde diese verweigern.

Trotz all der Probleme bin ich jede Sekunde froh, dass er bei uns ist,
denn ich habe diesen Jungen sehr sehr lieb! Herz
Und ich glaube, genau das ist der Schlüssel zum Glück bei den Pflegekindern: Wenn man Kinder bekommt, die es zulassen, dass sie geliebt werden und man sein Herz für sie öffnen kann - egal, wie alt sie sind, wenn sie zu uns kommen!

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11.07.2017 00:38 kleine-Maus ist offline Beiträge von kleine-Maus suchen Nehmen Sie kleine-Maus in Ihre Freundesliste auf
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kleine-Maus kleine-Maus ist weiblich
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Hallo, Yoyo!

Ich glaube, dass eure Familie das Beste ist,
was eurem PS passieren konnte!
Und ich glaube, dass man sich mit Pubis auch mal streitet, ist nur normal. Augenzwinkern
Wenn er Psychologische Hilfe annimmt,
könntet ihr ja versuchen, ob eine Therapie ihm gut tut.

Halt durch!

__________________
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rodwerd rodwerd rodwerd
11.07.2017 00:48 kleine-Maus ist offline Beiträge von kleine-Maus suchen Nehmen Sie kleine-Maus in Ihre Freundesliste auf
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Löwenherz8
Baby


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Beiträge: 44


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Dein gutes Herz und Willen in allen Ehren, ich denke, dass normale Pflegefamilien mit UMF´s grundsätzlich häufig überfordert sind. Natürlich haben die jungen Männer vieles erlebt, was auf jeden Fall eine Familie sprengen kann. Ich hätte auch Sorge um die eigenen Kinder, da ja auch nicht wenige auf der Flucht sexuelle Übergriffe erlebt haben.

Bei uns wurden zu Anfang der Flüchtlingswelle gar keine UMF´s in Pflegefamilien gegeben, dass das inzwischen häufig passiert ist wohl eher finanziellen Überlegungen geschuldet. Erwachsene können ja auch so sich als gute Begleitperson anbieten, ohne jemanden aufzunehmen.

Viele gutmeinende Helfer haben sich schon mit der Problematik überfordert - und letztendlich sind es ja Ehrenamtliche, die bestimmt tolle Arbeit leisten. Eigene Therapie kann ja auch keine Professionalität ersetzen.

Therapeutische Hilfe ist sicherlich wichtig für Euch - und wenn der junge Mann irgendwann weiterzieht, hast Du ihn doch gut einen Teil seines Weges begleitet.
11.07.2017 11:03 Löwenherz8 ist offline Beiträge von Löwenherz8 suchen Nehmen Sie Löwenherz8 in Ihre Freundesliste auf
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