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Wenn Mütter ihre Kinder süchtig machen Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Wenn Mütter ihre Kinder süchtig machen

Etwa 50 drogenabhängige Kinder kommen jedes Jahr in der Berliner Charité zur Welt. Ihr Leben beginnt mit einer schweren Hypothek. Morgenpost Online hat eine heroinsüchtige Mutter und ihr Baby besucht.


Ali liegt im Wärmebettchen. Er ist klein, viel zu klein. Gerade mal 1500 Gramm wiegt sein winziger Körper. Er zittert, verkrampft sich, stößt einen spitzen Schrei aus. Ali ist einen Tag alt. Und auf Entzug.

Seine Mutter Ayla liegt ein paar Zimmer weiter auf der Entbindungsstation. Auch ihr geht es nicht gut, sie hat Schmerzen. Mit einer Hand angelt sie nach dem Handy auf dem Nachtisch. Langsam tippt sie eine Nummer. Fast automatisch, sie hat sie schon so oft gewählt. „Bringst Du mir was ins Krankenhaus“, fragt Ayla leise den Mann am anderen Ende. Das kostet aber extra, antwortet der. Dann bringt er ihr ein kleines Päckchen mit Heroin ins Krankenzimmer.

Sofort verschwindet die 40-Jährige im Bad. Sie hält ein Feuerzeug unter das braune Pulver und inhaliert den Rauch tief. Langsam lässt der Schmerz nach. Ayla atmet tief ein, dann geht sie zurück ins Bett. „Ich muss weg von dem Zeug“, denkt sie, „diesmal muss ich es schaffen, für Ali.“ Dann schläft sie ein.
Seit mehr als 15 Jahren raucht Ayla Heroin. Bis vor einiger Zeit hat das niemand gewusst. Ihre Eltern nicht. Und auch nicht der Mann, mit dem sie verheiratet ist, seit sie 15 Jahre alt ist. Glücklich, wie sie sagt. Ali ist ihr fünftes Kind.

Angst vor der Familie
Ein halbes Jahr ist es jetzt her, dass Ali auf die Welt gekommen ist. Vier Wochen lang musste er in der Klinik bleiben, dann durfte er nach Hause zu seinen Eltern und Geschwistern. „Das war ein schöner Tag“, sagt Ayla, die eigentlich ganz anders heißt, ihren richtigen Namen aber aus Angst vor ihrer Familie lieber nicht verraten will. „Drogensucht ist in muslimischen Familien ein Tabuthema“, sagt sie, „eine Bekannte von mir ist verstoßen worden, nachdem ihre Sucht bekannt worden war.“
Ayla, die als kleines Kind mit ihren Eltern aus der Türkei nach Berlin kam, sieht nicht aus, wie man sich eine Drogensüchtige vorstellt. Sie ist sorgfältig geschminkt, ihre Kleidung hat sie ordentlich gebügelt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern in einer perfekt aufgeräumten Wohnung. Ayla setzt sich aufs Sofa, neben ihr steht die Babywippe, in der Ali schläft. Die anderen Kinder sind in der Schule, der Mann bei der Arbeit.
Es ist ganz still in der Wohnung in einem Kreuzberger 80er-Jahre-Bau. Noch vor ein paar Wochen wäre Ayla jetzt an ihren Kleiderschrank gegangen und hätte zwischen den T-Shirts nach ihrem Heroin-Vorrat gesucht. Sie hätte sich ins Badezimmer gesetzt und geraucht. „Erst danach hätte ich genug Kraft für die Hausarbeit gehabt“, sagt sie. „Ich war immer überfordert und auch oft sehr allein.“

Der Alltag fällt leichter
Es war eine gute Freundin, die der jungen Ayla vor 15 Jahren das erste Mal ein Briefchen Heroin unter die Nase hielt. „Wenn du das nimmst, fühlst du dich so stark wie ein Pferd“, sagt sie. Ayla hatte keine Ahnung, was das für ein Pulver sein könnte. Aber sich richtig stark fühlen, das klingt gut in den Ohren der jungen Frau, die so oft mit ihren drei kleinen Kindern allein zu Haus ist. „Ich habe mitgeraucht und war begeistert“, sagt sie.
Ayla raucht immer öfter, der Alltag fällt ihr so viel leichter. Manchmal raucht sie nachts im Wohnzimmer, wenn ihre Familie schläft. An anderen Tagen hält sie gar nicht so lange durch und verschwindet schon vor dem Abendessen für fünf Minuten im Bad, das kleine Päckchen aus Alufolie in der Hosentasche. Durch die geschlossene Tür hört sie leise den Fernseher im Wohnzimmer brabbeln. Sie hört ihre Kinder streiten, den Mann husten.
Ayla lehnt sich zurück und inhaliert den Rauch. „Ich brauchte immer mehr“, sagt Ayla. Rund 30 Mark musste sie für ein Gramm Heroin ausgeben. „Ich habe es vom Kindergeld gekauft“, sagt sie leise. Und damit es ihrem Mann nicht auffällt, dass die Kinder keine neuen Sachen bekommen, begann sie, für sie zu klauen. T-Shirts, Hosen, Jacken, Spielzeug. Fast zehn Jahre lang ging das gut. „Dann wurde ich erwischt“, sagt sie. Seitdem weiß ihr Mann Bescheid. Er ist entsetzt. „Natürlich“, sagt sie, „er kann das gar nicht verstehen.“ Er ist sauer, schreit sie an, kontrolliert von da an ihre Schritte. Er will sie zwingen, die Finger von den Drogen zu lassen. Aber er hält auch zu ihr. „Zum Glück“, sagt Ayla. Sie weiß, dass das nicht selbstverständlich ist.
Ayla versucht vom Heroin loszukommen. „Auch für meinen Mann“, sagt sie. Aber sie schafft es nicht. Dann wird sie wieder schwanger, der Stress noch größer. Sie bekommt ein kleines Mädchen, Tuba. Sechs Wochen liegt das Baby mit schweren Entzugserscheinungen in der Klinik, weil Ayla auch in der Schwangerschaft Heroin genommen hat: „Es war schrecklich.“
Sechs Jahre später wird Ayla dann noch einmal schwanger. Zum fünften Mal. Sie will dieses Kind nicht. Es ist ihr alles zu viel. Sie will keine Drogen nehmen, schafft es aber nicht ohne Heroin. Die Wehen setzen viel zu früh ein. Ali kommt auf die Welt, heroinsüchtig, wie seine Schwester. „Ich habe gesehen, wie er gelitten hat“, sagt sie.

Krankenhaus informierte Jugendamt
Das Krankenhaus informiert nach Alis Geburt das Jugendamt. „Das machen wir immer, wenn ein Baby Entzugserscheinungen hat“, sagt Jan-Peter Siedentopf, Oberarzt an der Geburtsklinik der Charité. Etwa 50 süchtige Kinder kommen allein bei ihm in dieser Infektionsambulanz jedes Jahr zur Welt. Einige Fälle sind so wie der von Ayla. Andere Frauen sind nach einer Schmerztherapie in eine Tablettensucht gerutscht. Doch die meisten Frauen stammen aus der Drogenszene.
Siedentopf ist immer froh, wenn die Frauen bereits in der Schwangerschaft zu ihm in die Ambulanz kommen. „Ich versuche dann wenigstens, sie vom Heroin weg und zum Methadon zu bekommen“, sagt er. Leicht sei das nicht. Und optimal natürlich auch nicht. „Aber die kontrollierte Gabe von einem sauberen Opiat ist immer noch besser, als das dreckige Heroin, das die Frauen auf der Straße bekommen“, sagt er. Und immerhin schaffen es auch zehn Prozent der Frauen mit dem Hilfsangebot der Ambulanz, in der Schwangerschaft ganz clean zu werden.
Knapp zweieinhalb Jahr ist es her, dass in Bremen der zweieinhalbjährige Kevin tot im Kühlschrank seines süchtigen Ziehvaters gefunden wurde. Seitdem wird das Thema „süchtige Eltern“ viel diskutiert. Können Abhängige sich um ein Kind kümmern? Wäre eine Pflegefamilie vielleicht besser? „Ein Patentrezept gibt es da nicht“, sagt Carola Fry, Leiterin von Wigwam, einer Einrichtung, die in Berlin seit zehn Jahren im Auftrag des Jugendamts süchtige Familien betreut. Nur eines habe sich bei der täglichen Arbeit in den Familien herauskristallisiert: „Wenn wir die Kinder noch besser schützen wollen, müssen wir früher ansetzen“, sagt die Sozialpädagogin, „am besten schon dann, wenn die Frauen schwanger sind.“ Denn dann seien sie oft besonders motiviert, ihre Lebenssituation zu ändern.
Seit gut eineinhalb Jahren gibt es nun so ein Modellprojekt. „Wigwam Connect“ heißt es. Und es arbeitet Hand in Hand mit der Infektionsambulanz der Charité. Die süchtigen Schwangeren, die dort in Behandlung sind, werden medizinisch und sozialpädagogisch betreut, wenn möglich stabilisiert und unterstützt. Bis zur Geburt des Kindes. Wie es dann weitergeht, muss das Jugendamt entscheiden. In vielen Fällen betreut Wigwam die Familien dann weiter.

Ali durfte bei seiner Mutter bleiben
Ali durfte nach Hause zu seiner Mutter. Acht Stunden pro Woche wird Ayla nun von Christine unterstützt, einer Sozialarbeiterin von Wigwam. Sie erledigt mit ihr Behördengänge, begleitet sie zum Arzt, hilft ihr mit dem Baby und auch mit den anderen Kindern. Christine hat Erfahrung mit Drogensüchtigen. Es fällt ihr sofort auf, wenn Aylas Stimmungen schwanken. Wenn sie mal aktiv ist, dann wieder ganz matt. „Dann pass ich ganz genau auf“, sagt sie, „und vor allem schaue ich sehr genau, wie es dem Kind geht.“ Wenn sie den Verdacht hat, dass das Kind nicht mehr gut versorgt ist, wird sie alles in die Wege leiten, dass Ali schnell in eine Pflegefamilie kommt.
Ayla weiß das. Aber sie ist trotzdem froh, dass Christine zu ihr kommt. „Das hilft mir sehr“, sagt sie. „Ich bin nicht mehr allein mit meinen Problemen.“ Seit drei Monaten hat sie nun kein Heroin mehr geraucht. Sie ist im Methadonprogramm und im Moment sehr zuversichtlich, dass sie eines Tages ganz ohne Drogen leben kann. „Ich fühle mich stark genug“, sagt sie. „Ali ist mir wichtiger als die Drogen.“
Es wird nicht leicht werden. Und es wird ein bisschen dauern, das weiß sie. Aber sie will diesen Schritt schaffen „ein sauberes Leben führen“, wie sie sagt. Am liebsten hätte Ayla einen Job in einem Büro, ein bisschen eigenes Geld. „Und dann wäre ich auch nicht mehr so viel allein“, sagt sie. Doch das ist alles noch Zukunftsmusik. Erstmal muss sie sich um Ali kümmern. Ob er Schäden durch den Drogengebrauch seiner Mutter davontragen wird, kann man heute noch nicht sagen. „Im Moment entwickelt er sich gut“, sagt die Familienhelferin. „Manchmal ist er noch ein bisschen unruhig, weint viel.“ Das sei typisch für Kinder, die schon einen Entzug hinter sich haben. Wenn Ali gar nicht zur Ruhe kommt, wickelt Ayla ihn fest in ein Tuch und hält ihn im Arm. „Er mag das“, sagt sie leise, „er fühlt sich dann geborgen.“

Quelle: http://www.morgenpost.de/berlin/article1...tig_machen.html



__________________
Liebe Grüße
Irina


Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus

04.03.2009 10:58 Irina ist offline Beiträge von Irina suchen Nehmen Sie Irina in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Irina: locotanz1
Dieser am 04.03.2009 um 10:58 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Irina wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

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