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Lampe Im Behördendschungel Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Kreis Euskirchen / Kreuzweingarten - Niklas kann von Glück reden, dass er noch am Leben ist. Dass der Viereinhalbjährige jetzt auch noch aktenkundig wurde, seine Großeltern sich wegen ihm mit Behörden herumschlagen müssen und das Verwaltungsgericht Aachen sich mit dem „Fall“ befassen wird, hat der kleine Junge gottlob noch nicht mitbekommen.

Seine Brandnarben erinnern an eine Katastrophe, in deren Folge der kleine Körper etliche Operationen über sich ergehen lassen musste. Bei einem Wohnhausbrand in Mechernich war Niklas am 22. März 2006 fast zu Tode gekommen. 55 Prozent seiner Haut waren verbrannt. Als das Feuer ausbrach, hatte sich der Junge in seinem Elternhaus aufgehalten - allerdings nur als Besucher. Bereits seit dem Frühjahr 2005 lebt Niklas bei seinen Großeltern Maria und Norbert Prinz in Kreuzweingarten. Ihr Sohn ist der Vater des Viereinhalbjährigen, die Beziehung zur Mutter, die das alleinige Sorgerecht hat, ging in die Brüche.

Für die Eheleute Prinz, die zwei erwachsene Töchter und einen volljährigen Sohn haben, ist „Niklas unser viertes Kind“. Seine leibliche Mutter besuche ihn nur zweimal im Jahr - zu Weihnachten und am Geburtstag. Sie ist Anfang 20 und mit der Erziehung von Niklas „völlig überfordert“, wie das Ehepaar Prinz meint. Das Kreisjugendamt sah dies in einer Stellungnahme an das Euskirchener Amtsgericht im Februar 2006 genauso.

Die Eheleute Prinz machen der Mutter nicht einmal Vorwürfe. Zumal auch ihr Sohn, der Vater von Niklas, nicht in der Lage sei, das Kind zu versorgen. Die Mutter war nicht zu Hause, als das Feuer ausbrach; sie brachte ihr zweites Kind zur Welt und ist jetzt zum dritten Mal schwanger. Maria und Norbert Prinz machen sich zwar Sorgen darüber, ob die beiden weiteren Kinder in der Obhut von Niklas Mutter gut aufgehoben sein könnten. Aber darum können sie sich nicht auch noch kümmern. Der 52-Jährige und seine Frau haben schon mit der Versorgung des Viereinhalbjährigen genug zu tun. Die Aufgabe, ein waches Auge auf die weiteren Sprösslinge von Niklas Mutter zu werfen, überlassen sie dem Kreisjugendamt. Obwohl das Ehepaar Prinz da ernsthafte Bedenken hat: „Wir bekommen bei der Versorgung von Niklas überhaupt keine Hilfe, es werden uns vielmehr Knüppel zwischen die Beine geworfen.“

Am Tag der Brandkatastrophe wurde der Junge mit dem Rettungshubschrauber in die Kölner Kinderklinik geflogen. Durch eine Notoperation konnte sein Leben gerettet werden. Auf mehrere Schreiben der Mechernicher Stadtverwaltung hatte seine Mutter, eine Hartz-IV-Empfängerin, nicht reagiert. Die Folge: Niklas war nicht krankenversichert. Die Eheleute Prinz saßen nicht nur täglich an seinem Krankenbett, sondern mussten sich auch noch die Hacken abrennen, bis sie in zahllosen Gesprächen eine rückwirkende Versicherung für Niklas erreichen konnten. Seither reihte sich eine OP an die nächste. Ein Ende der Fahnenstange ist längst noch nicht in Sicht. Als nächstes werden Niklas' durch den Brand verkürzte Fußsehnen verlängert.

Am 11. April 2006 hatte Niklas Mutter vor dem Euskirchener Amtsgericht die Erklärung abgegeben, dass Norbert Prinz „für den Fall, dass ich selbst verhindert sein sollte, bezüglich des Kindes Niklas Entscheidungen zur Gesundheitsvorsorge treffen kann“. Sie war zumeist verhindert.

Als Niklas im künstlichen Koma lag, wurden die Großeltern von einem Mitarbeiter des Jugendamtes vor der Übernahme der Pflege Niklas' gewarnt. Es war nicht auszuschließen, dass der Junge auch geistig schwere Schäden davon getragen haben könnte. „Aber die einzige Alternative war nach Ansicht des Jugendamtes die Unterbringung in einem Heim. Welche Großeltern lassen das schon zu?“, so Maria Prinz. Bedauert hat sie diese Entscheidung nie. Auch wenn die Pflege ihres „vierten Kindes“ mittlerweile zu erheblichen finanziellen Einbußen geführt hat. Norbert Prinz ist selbständiger Kaufmann und Zulieferer für Aufzugsanlagen. Wer aber fast täglich in einem Krankenhaus sitzt und zwischen den Klinikaufenthalten daheim ein behindertes Kind in Vollzeitpflege umsorgt, kann sich kaum um neue Aufträge kümmern. Das Ehepaar beantragte beim Jugendamt finanzielle „Leistungen der Vollzeitpflege“ - und bekam Ablehnungsbescheide.

Zunächst hieß es, nur die sorgeberechtigte Mutter sei antragsberechtigt. Als die junge Frau den Antrag unterschrieben hatte, wurde ein anderer Ablehnungsgrund nachgeliefert: Hilfe zur Vollzeitpflege werde nicht gewährt, wenn ein Kind in der eigenen Familie versorgt werde. Da der Kindsvater aber bei den Eheleuten Prinz in Kreuzweingarten wohne, lebe Niklas in seinem Elternhaus. „Das ist nachweislich falsch“, sagt Norbert Prinz: „Mein Sohn holt sich hier lediglich die Post ab und lebt bei seiner Freundin.“ Schließlich argumentierte das Jugendamt, die Pflege Niklas' bei den Großeltern nicht veranlasst zu haben.

Behördenleiter Erdmann Bierdel, sein Stellvertreter Jörg Firmenich und die Kreisrechtsrätin Julia Baron sagten im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Der Sohn ist bei den Eheleuten Prinz gemeldet, für uns lebt er daher in deren Haushalt.“ In diesem Fall seien Leistungen zur Vollzeitpflege, es gehe hier übrigens um 131 Euro pro Monat, von Gesetz wegen zu versagen. Vor der Leistung der Eheleute Prinz bei der Pflege Niklas' ziehe er aber ohne Wenn und Aber „den Hut“, betonte Bierdel.

Firmenich wies unterdessen den Vorwurf der Eheleute Prinz zurück, dass sich seit der Übernahme der Pflege niemand beim Jugendamt mehr um Niklas gekümmert habe: „Wenn da etwas schief laufen würde, bekämen wir Rücklauf von den behandelnden Ärzten.“ Norbert Prinz zieht den Umkehrschluss: „Wenn Niklas körperlich gesund wäre, würde beim Jugendamt kein Schwein nach ihm fragen.“

Die Fronten sind verhärtet. Nachdem Widersprüche gegen die Ablehnungsbescheide beim Kreis verworfen wurden, hat der Anwalt der Eheleute Prinz Klage beim Verwaltungsgericht Aachen eingereicht. Dr. Christoph Reusch, ein ehemaliger Richter am Oberverwaltungsgericht Koblenz, macht der Euskirchener Kreisverwaltung heftige Vorwürfe: „In meiner Laufbahn als Richter sind mir schon viele Behördenfehler untergekommen, aber noch nie ein so eklatanter.“ Aus rein „fiskalischen Gründen“ ziehe die Kreisverwaltung „ein Argument nach dem anderen an den Haaren herbei, um sich aus ihrer Verantwortung für Niklas zu stehlen“.

Bis ein Urteil gesprochen wird, geht vermutlich ein Jahr ins Land. Zwischenzeitlich handelte sich Norbert Prinz bei der Abteilung „Soziales“ im Kreishaus eine weitere Abfuhr ein. Niklas sitzt zurzeit mit einem Fußgips im Rollstuhl. Dadurch soll vor der nächsten OP eine Sehne gestreckt werden. Mit dem Antrag auf einen Behindertenausweis für Niklas bezweckte Prinz die Berechtigung, einen Behindertenparkplatz benutzen zu dürfen.

Niklas wurde zwar eine 90-prozentige Schwerbehinderung attestiert, ausgerechnet die Berechtigung für den Behindertenparkplatz war mit dem Bescheid aber nicht verbunden. Die zuständige Sachbearbeiterin verwies auf das förmliche Widerspruchsverfahren. Erst im Euskirchener Bürgerbüro wurde Prinz geholfen. Das vorgelegte ärztliche Attest, in dem stand, das Niklas wegen des Gipses „auf einen Rollstuhl angewiesen ist“, reichte aber nicht aus. Prinz musste einmal mehr zum Arzt, um eine Bescheinigung mit dem für einen Behindertenparkplatz notwendigen Wortlaut beizubringen: „Es liegt eine außergewöhnliche Gehbehinderung vor.“

Prinz: „Diese Erlaubnis für Behindertenparkplätze gilt jetzt drei Monate. Bis dahin ist hoffentlich über unseren Widerspruch gegen den Bescheid des Kreises entschieden.“ Das ist inzwischen tatsächlich geschehen, und zwar zugunsten von Prinz: „Aber ich kann nicht verstehen, warum man uns beim Kreis nicht gleich helfen wollte.“


Quelle: http://www.ksta.de/html/artikel/1203599439817.shtml


__________________
Liebe Grüße
Silvia



Mit den Wölfen heulen gilt denen als Ausrede, die mit den Schafen blöken.
Hans Reimann

20.03.2008 00:35 peutetre ist offline E-Mail an peutetre senden Homepage von peutetre Beiträge von peutetre suchen Nehmen Sie peutetre in Ihre Freundesliste auf

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