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Zum Ende der Seite springen Die verwahrlosten Kinder von Berlin
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Iris
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Die verwahrlosten Kinder von Berlin Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Die verwahrlosten Kinder von Berlin

Mehr staatliche Kontrolle genügt nicht, wenn Eltern bei der Erziehung versagen
Fälle von Vernachlässigung und Kindstötung haben Deutschland aufgeschreckt. Die Öffentlichkeit glaubt, mehr Kontrolle der Eltern durch den Staat könne die Kinder schützen. Doch die Jugendämter allein sind mit der Aufgabe überfordert. Die Hilfe muss früher einsetzen. ...

Fälle von Vernachlässigung und Kindstötung haben Deutschland aufgeschreckt. Die Öffentlichkeit glaubt, mehr Kontrolle der Eltern durch den Staat könne die Kinder schützen. Doch die Jugendämter allein sind mit der Aufgabe überfordert. Die Hilfe muss früher einsetzen.
Von unserem Deutschland-Korrespondenten Eric Gujer

Berlin, im Februar
Reines Glück war es, dass die Frau getrunken hatte. Am Vortag war bereits die Polizei gekommen, gerufen von Nachbarn, die sich über den Lärm beschwerten. Die Polizisten fanden in der Wohnung eine junge Frau und mehrere Männer, laut und kaum ansprechbar. Die Beamten zogen nach der obligatorischen Ermahnung ab und schrieben eine Notiz für das Jugendamt: In der Wohnung habe sich auch ein kleines Mädchen befunden. Am anderen Morgen klingelten Heidrun Maas und Barbara Fischer vom Krisendienst des Jugendamtes Spandau an der Türe. Die junge Frau war erneut alkoholisiert, sie feierte immer noch oder schon wieder mit ihren Zechkumpanen, die Tochter war sich selbst überlassen. Akute Kindeswohlgefährdung heisst das im Amtsdeutsch. Die beiden Sozialarbeiterinnen nahmen das Mädchen mit.
Eine Serie von Todesfällen
«Wir bewegen uns auf einem schmalen Grat», sagt Barbara Fischer. Wäre die Mutter nicht permanent betrunken gewesen, hätten die Frauen vom Jugendamt kaum eine Handhabe besessen, das Mädchen in Obhut zu nehmen. Auf den ersten Blick gab es keine Anzeichen für Verwahrlosung. Die Wohnung war aufgeräumt, das Mädchen zeigte keine Spuren von Misshandlung. Es ist nicht verboten, abends eine Party zu feiern. Erst bei der Untersuchung entdeckte man Hämatome am Körper des Kindes. Schliesslich gab die Mutter zu, dass sich ihre Kumpane an ihrer Tochter vergangen hatten. «Wir hatten Glück», sagt Fischer, «auch wenn dies kein passender Begriff für so einen Fall ist.»
Im Jahr 2006 erfasste die Berliner Polizei 563 Fälle von Kindesmisshandlung, auch in anderen Bundesländern nehmen Anzeigen wegen Gewalt oder Vernachlässigung zu. Vor Weihnachten schockierte eine Serie von Fällen die deutsche Öffentlichkeit: In Schleswig-Holstein erstickte eine Mutter ihre fünf Kinder; in Thüringen fand die Polizei drei tote Babys; in Berlin lag eine an einer Überdosis verstorbene Drogensüchtige neben ihrem verdursteten Kleinkind.
Im Berliner Bezirk Spandau registrierte der Krisendienst des Jugendamtes im Jahr 2007 jeden dritten Tag eine Gefährdung des Kindeswohls. Die zunehmende Zahl von Anzeigen sei ein Indiz dafür, dass Nachbarn, Lehrer oder Ärzte nicht mehr wegsähen, glaubt Ursula Meys, Spandauer Stadträtin für Jugend und Familie. Die Dunkelziffer sinkt. Aber auch Meys will die von der Öffentlichkeit empfundene markante Zunahme der Fälle nicht als ein rein statistisches Phänomen betrachten. Im neuen Schuljahr mussten Lehrer bereits zwölfmal Erstklässler aus dem Unterricht nehmen, weil diese dauerhaft störten. Neuerdings wendeten sich auch Kinder ans Amt, um ihre Eltern wegen Misshandlung anzuzeigen.
Im Krisenteam des Jugendamtes
Vier Aktenordner stehen vor der Politikerin, in denen die fünf Mitarbeiter des Krisendienstes jeden ihrer Einsätze dokumentiert haben. Auch Ursula Meys spricht von einer Gratwanderung und erzählt von den Fällen, in denen Nachbarn Eltern grundlos denunziert hätten. Bei einem Einsatz entpuppte sich das vermeintliche Geräusch eines prügelnden Vaters als ein Fenster, das gegen den Rahmen schlug. Wenige Wochen nach dem Interview jedoch schüttelt ein Vater, selbst kaum dem Kindesalter entwachsen, seinen Säugling so lange, bis dieser stirbt. Die getrennt lebenden Eltern waren der Spandauer Jugendfürsorge bekannt. Die Mutter war mit 16 das erste Mal schwanger geworden und hatte nun ihr zweites Kind zur Welt gebracht. Eine Sozialarbeiterin suchte die junge Mutter auf, konnte aber bei dem Neugeborenen keine Anzeichen von Verwahrlosung oder Misshandlung entdecken. «Wir können das Netz so eng knüpfen, wie wir wollen, wir werden nie jeden Fall rechtzeitig entdecken», hatte Meys in dem Interview gesagt.
Die Öffentlichkeit hat sich ein schnelles Urteil über die Ursachen von Gewalt und Verwahrlosung in den Familien gebildet. Nach zwei Fällen in Bremen und Schwerin, in denen die Behörden zu spät handelten, stehen die zuständigen Ämter unter Generalverdacht. Gleichgültigkeit, Überforderung, Kostendruck lauten die Vorwürfe. Politiker und Medien fordern mehr Kontrollen: obligatorische medizinische Untersuchungen der Kinder, regelmässige Gespräche mit den Eltern, am besten eine gesetzliche Pflicht zum Besuch von Elternabenden. Der Staat soll es richten, und wo dies nicht gelingt, liegt ein Versagen des Staates vor.
Besucht man den Krisendienst in dem schäbigen Hochhaus, in dem das Spandauer Jugendamt untergebracht ist, verflüchtigen sich die einfachen Antworten. Die Sozialarbeiterinnen Heidrun Maas und Barbara Fischer sind resolut und zugleich nachdenklich. Sie berichten von den quälenden Fragen nach jedem Einsatz, ob sie die Familie richtig eingeschätzt haben; von der Ungewissheit, was sie beim nächsten Notfall erwartet. Sie erzählen, wie sie wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs zu einer Baracke gerufen wurden, wo ihnen nach langem Klopfen ein älterer Mann öffnete. Die Baracke war unaufgeräumt, hinter einer verschlossenen Tür stand in einem abgedunkelten Zimmer ein Kinderbett voller Decken. Bilder wie aus einem der Fernsehkrimis, in denen Kinder Opfer sind. Doch als sie die Decken entfernten, stellten sie fest: falscher Alarm. Vermutlich hatten illegal Zugewanderte die Baracke als Bleibe benutzt, nach ihnen war ein Obdachloser eingezogen. Maas und Fischer wünschten sich, jeder ihrer Einsätze wäre klar und übersichtlich, doch die Spandauer Realität folgt nicht der Dramaturgie des Fernsehkrimis.

http://www.nzz.ch/nachrichten/international/die_verwahr
losten_kinder_von_berlin_1.676630.html

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Iris: 24.02.2008 00:21.

24.02.2008 00:20
Dieser am 24.02.2008 um 00:20 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Iris wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

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