Menü
» Portal
» Forum

» Registrieren
» Mitglieder
» Team

» Literaturliste
» Datenbank
» Treffen
» Seminare
» Galerie
» Landkarte
» Musteranträge
» Lexikon
» Abkürzungen

» Chat (direkter Zugang)

» Regeln
» F.A.Q
» Impressum
» Datenschutzerklärung

Private Nachrichten
Benutzername:

Passwort:

(Passwort vergessen ?)


Designauswahl
Ihnen fehlen die Rechte dazu um den Inhalt dieser Box zu sehen.

Sie unterstützen unsere Arbeit wenn Sie hier bestellen:

Unterstützen Sie uns durch Ihren Einkauf bei Amazon

Boardsuche
Ihnen fehlen die Rechte dazu um den Inhalt dieser Box zu sehen.

Wer ist Online ?
Zur Zeit im Forum unterwegs:
- 13 Mitglieder
- davon 5 unsichtbar
- 23 Besucher
- 36 Benutzer gesamt

Ekirlu
Elfriede
Fünfermama
gabihw
hdgdldJ
Jolanda
Maritta
Rosenköpfchen

Wer ist wo online?

Wer ist im Chat ?
Ihnen fehlen die Rechte dazu um den Inhalt dieser Box zu sehen.

Geburtstage
Wir gratulieren zum Geburtstag:

Muj (38)
regenbogenwst (45)
Siko (46)

neuste Mitglieder
» MarcoB
registriert am: 25.06.2019

» Lucys Mama
registriert am: 25.06.2019

» Sandra D.
registriert am: 24.06.2019

» ARGUS
registriert am: 24.06.2019

» Northman72
registriert am: 21.06.2019


Team
Administratoren:
fausball
miwi

Moderatoren:
Lexa

UserFragenAnonym:
UFA

Fachkraft:
Henrike Hopp
Heribert Giebels
Klaus Wolf
MuKiHilfswerk
Scharlotte


Links
zur Linkliste
- Anwälte des Pflegekinderwesens
- Erzieherische Unterstützung
- Fachkräfte des Pflegekinderwesens
- Ferienfreizeiten
- Forschung etc.
- Humor / diverse Links
- Kindergarten, Schule & Co.
- Pflegekinderwesen
- sonstiges
- Sport, Spiel und Freizeit
- Störungen/besondere Krankheiten von Kindern

Ihr Avatar
Sie sind nicht eingeloggt und können so diese Funktion nicht nutzen.

Datenbank
10 Neuste DB-Einträge:
- Checkliste zur Aufnahme von Kindern
- Newsletter 02/2014 zum Camp
- Aktualisierte Broschüre “Kinder- und Jugendhilfere
- Flyer
- Newsletter Dezember 2011
- Newsletter Dezember 2010
- Newsletter September 2010
- Bereitschaftspflegefamilie - Pflegeeltern.de
- Newsletter August 2009
- Newsletter April 2009


Top10 DB-Einträge:
- Offener Brief von Bereitschaftspflegeeltern
- “Nähe zulassen” – Ein Dokumentarfilm
- aktuelle Informationen zum Elterngeld
- Fragebogen
- Auswahl & Rolle des Gutachters im familiengerich..
- Verlinkung - Banner
- Handzettel
- Kick
- Newsletter August 2007
- Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vor


Literarturbox
hier klicken um zur
Literaturliste zu wechseln.


Das Forum sagt Danke
Ihnen fehlen die Rechte dazu um den Inhalt dieser Box zu sehen.

Pflegeeltern.de » Das schwarze Brett » Medien » Hessen schickt jungen Gewalttäter nach Sibirien » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen Hessen schickt jungen Gewalttäter nach Sibirien
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
peutetre peutetre ist weiblich
ist auch nur ein Mensch ;o)


images/avatars/avatar-2615.jpg
[meine Galerie]


Dabei seit: 09.04.2005
Beiträge: 28.211
Bundesland: Nordrhein-Westfalen


Hessen schickt jungen Gewalttäter nach Sibirien Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Erlebnispädagogische Maßnahme


Frankfurt (RPO). Das Jugendamt der Stadt Gießen (Hessen) hat einen Jugendlichen als Erziehungsmaßnahme nach Sibirien geschickt. Der 16-Jährige war in der Vergangenheit immer wieder durch Gewalttätigkeiten aufgefallen. Jetzt soll er einem Zeitungsbericht zufolge ein Dreivierteljahr unter extremen Bedingungen leben, was unter dem Titel "erlebnispädagogische Maßnahme" läuft.

Drastisches Vorgehen gegen jugendliche Gewalttäter: Während der hessische Ministerpräsident Roland Koch für einen härteren Umgang mit jungen Kriminellen wirbt, hat das Jugendamt des Landkreises Gießen einen 16-Jährigen zur Besserung nach Sibirien geschickt. Der Junge werde ein dreiviertel Jahr unter einfachsten Verhältnissen in dem russischen Dorf Sedelnikowo verbringen, bestätigte Jugend- und Sozialdezernent Stefan Becker am Donnerstag der AP. Der 16-Jährige war durch hohe Gewalttätigkeit aufgefallen und hatte auch seine Mutter angegriffen.

"Das ist auch für uns eine etwas ungewöhnliche Maßnahme", räumte Becker ein. In den vergangenen Jahren habe es in seinem Bereich nur zwei solcher Fälle gegeben. Allerdings nutzen auch andere Jugendämter so genannte intensivpädagogische Auslandsmaßnahmen: Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) waren im Dezember 2006 etwa 600 junge Intensivtäter außerhalb Deutschlands untergebracht.

Der Sibirien-Aufenthalt des 16-Jährigen aus Gießen begann bereits vor etwa sechs Monaten. Es handele es sich dabei jedoch nicht um eine Sanktion, sondern um eine freiwillige pädagogische Maßnahme, betonte Becker. In Sibirien sei der Jugendliche von störenden Einflüssen abgeschnitten und gezwungen, sich mit seinem Betreuer und dem Leben auseinanderzusetzen. "Wenn er kein Holz hackt, ist die Bude kalt. Wenn er kein Wasser heran schafft, kann er sich nicht waschen", beschrieb Becker die Lebensbedingungen vor Ort.

Doch die Auslandsaufenthalte von Problemkindern und jugendlichen Straftätern sind umstritten: Kritiker werfen den Jugendämtern vor, die Betroffenen aus finanziellen Gründen in kostengünstige und teils fragwürdige Auslandsprojekte abzuschieben. Die Kritik an der Erlebnispädagogik war laut geworden, nachdem ein 14-Jähriger im Februar 2004 in Griechenland seinen 63 Jahre alten Betreuer mit einem Bolzenschussgerät getötet hatte. Im darauffolgenden Jahr war ein 17-Jähriger mehrere Wochen lang in Kirgisien untergetaucht.


Der 16-Jährige aus Gießen lebt nach Angaben des Jugenddezernenten mit seinem Betreuer in einem kleinen Haus, das weit von westlichen Standards entfernt ist. "Die Toilette ist im Garten. Es ist ein Plumpsklo", sagte Becker. Bei Tiefsttemperaturen von minus 40 Grad müsse der Jugendliche in die mehrere Kilometer entfernte Schule laufen. Dort helfe ihm sein russisch sprechender Betreuer, dem Unterricht zu folgen. In dem rund 300 Kilometer von Omsk entfernten Dorf leben nur 5.000 Menschen.


"Der Junge ist kein Schläger, sondern krankhaft aggressiv", erklärte Becker die Probleme des 16-Jährigen. Die Kosten des Sibirien-Aufenthaltes liegen ihm zufolge nur bei rund einem Drittel einer vergleichbaren Betreuung im Heim. Finanzielle Überlegungen seien allerdings nicht das ausschlaggebende Argument gewesen, betonte er. "Sibirien ist sehr reiz- und kontaktarm. Hier kann er sich nicht in andere Tätigkeiten oder Beziehungen flüchten, sondern muss die Konflikte austragen."

Eine Mitarbeiterin des Jugendamts des Landkreises Gießen reiste den Angaben zufolge kurz vor Weihnachten in das Dorf. Was sie berichtete, habe ihm Mut gemacht, sagte Becker. "Es sieht so aus, als ob es funktioniert." Einschließlich der Nachbetreuung in Deutschland soll die Maßnahme zwei Jahre dauern.



Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/a...tschland/522210

__________________
Liebe Grüße
Silvia



Mit den Wölfen heulen gilt denen als Ausrede, die mit den Schafen blöken.
Hans Reimann

17.01.2008 13:04 peutetre ist offline E-Mail an peutetre senden Homepage von peutetre Beiträge von peutetre suchen Nehmen Sie peutetre in Ihre Freundesliste auf

Naemi27
unregistriert
Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Also wenn ich das lese krempeln sich mir die Fussnägel nach aussen!
Ich habe dieses Thema mit dem hiesigen JA ausführlich durch, da sie einen 14jährigen nach Frankreich schicken wollen (für mindestens 2 Jahre). Vielleicht hat der ein oder andere das Posting ja gelesen!

Darausfolgend habe ich natürlich auch recherchiert, was es damit auf sich hat und dazu fällt mir gar nichts mehr ein!

Da reicht es schon diesen Artikel zu lesen:

""Der Junge ist kein Schläger, sondern krankhaft aggressiv", erklärte Becker ""
<<< sollte da denn nicht eine vernünftige psychologische Behandlung durchgeführt werden, statt ihn nach Sibirien zu schicken und zu denken, er kuriert sich da selbst!

Unklar!! ZUdem ist der Möglichkeit, das er dort "Erlerntes" hierher transferieren kann, verschwindet minimal!

Nach einer Prüfung durch das Auswärtige Amt wurde festgestellt, das solche Arten von Auslandsaufenthalt nur einen verschwindend geringen ERfolg haben!!!

Da stellt sich auch mir die Frage, warum das noch praktiziert wird!
Und nach allem, was ich dazu gelesen habe, steht da tatsächlich kein humanitäres Interesse im Vordergrund, sondern ein Finanzielles!!
17.01.2008 13:18
Dieser am 17.01.2008 um 13:18 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Naemi27 wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

TaTa
unregistriert
Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Schreck ABER MIT STRAFGEFANGENEN DÜRFTE MAN DAS NICHT MACHEN; SCHLIE?LICH VERLETZT DAS DANN DIE MENSCHENRECHTE - oder seh ich das falsch verwirrt
Ich finds traurig und keine Alternative, dann lieber Jugendvollzug und dorf vernünftige Maßnahmen. Klar diziplinieren und klenkriegen wird ihn das dort, aber ob er das hier umsetzen kann wenn der Druck weg ist? Naja ich bin wohl nicht intelligent genug für diese Logik Zerknirscht
17.01.2008 14:13
Dieser am 17.01.2008 um 14:13 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User TaTa wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

ricki
unregistriert
Hessen schickt jungen Gewalttäter nach Sibirien Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Ein Aufschrei geht durch die Massen!

Ich finde es richtig!

Vor 8 Wochen wurde mein Schwiegersohn und Freund von 4 Jugendlichen unter 18 Jahren grundlos angegriffen,zusammen geschlagen und mehrmals ins Gesicht getreten.
2 Täter unbekannt.
Warscheinlich läuft es dann wie üblich darauf hinaus,das diese zugetreten haben und somit die anderen beiden recht harmlos davon kommen.
Resultat des Angriffs: Doppelter Oberkieferbruch,Augenhöhlenbruch nicht nursehr schmerzhaft,mußte operiert werden,Platte eingesetzt,Fäden etc. 4 Wochen Krankenschein für einen jungen Mann welcher in einem sozialen Beruf -Altenpflege-arbeitet und dort zur Weihnachtszeit auch schmerzhaft vermisst wurde.
In einem halben Jahr nochmals OP entfernen der Platte,wieder Fäden ziehen (die ganze obere Zahnreihe wird aufgeschnitten) und nochmals Krankenschein.
Ganz im Ernst glaubt ihr wirklich das mit psychologischer Betreuung in diesem Alter noch etwas zu erreichen ist?
Nach meiner Erfahrung ist es dann meistens schon zu spät,diese Kids haben eine kriminelle Karriere seid locker 4 Jahren schon hinter sich.
Ja,ich bin gerade etwas voreingenommen,sauer,wütend und hilflos.
Obwohl ich dacht das hätte sich schon etwas abgebaut,kommt es gerade wieder hoch.
Der Anruf meiner Erstgeborenen.....weinend,stammelnd,völlig am Ende dieses große Kind,das mit beiden Beinen im Leben steht und völlig verzweifelt kaum reden kann.
Als ich sie in den Armen hielt,wie damals als sie noch klein war und von mir beschützt werden konnte.
Die beiden sind immerhin schon 26 Jahre jung!
Wir haben es überstanden,dem jungen Mann gehts wieder gut,aber die Angst bleibt.Man traut sich bald nicht mehr vor die Haustür,besagte Stadt,wo es passierte ist nicht mal eine Großstadt,aber dort werden am späten nachmittag 14 jährige vergewaltigt und jedes Wochenende gibt es Prügeleien und Randale am Bahnhof.
Puh ich muß aufhören
ich finde es hört sich wirklich gar nicht so schlecht an,was in dem Artikel geschrieben wird,nochmal ganz von vorne anfangen,begreifen was es bedeutet mit eigener Hände Arbeit etwas zu schaffen,weil sonst nichts funktioniert.
Das sind doch genau die Dinge die diese Jugendliche nie gelernt haben.
Also im Ernst trotz Wut im Bauch ich finde den Versuch gut und auf jedenfall besser als ihn bald in den Jugendknast stecken zu müssen,weils nicht mehr anders funktioniert.
LG Ricki
17.01.2008 14:38
Dieser am 17.01.2008 um 14:38 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User ricki wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Naemi27
unregistriert
RE: Hessen schickt jungen Gewalttäter nach Sibirien Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Hallo Ricki,

zunächst mal kann ich deine Wut gut nachvollziehen.
Und wenn man denn Anstieg der Jugendkriminalität, vorallem körperverletzung etc., betrachtet, ist das erschreckend und es muss gehandelt werden... bzw. es hätte schon längst gehandelt werden müssen!
Ich grenze den Fall den ich hier mit meinem 14jährigen Schützling erlebt habe aus, da diese weder jemanden KHS reif geschlagen hat, noch auf der Strasse Leute anpöbelt oder Ähnliches!

Aber Grundsätzlich, meinst du, das man einen Intensivtäter für 2 Jahre nach Sibirien oder in ein anderes Land schick und er dann zurück kommt und alles ist paletti?
Ich habe mir die "Beschreibung" der Milieutherapie sehr genau durchgelesen, vorallem natürlich auch die Knackpunkte! Da wird zum einen aufgeführt es es oft passiert, das Erfahrungswerte, die dort gemacht werden gar nicht in das Leben hier transferiert werden können!
Und eine Grundvoraussetzung für das Gelingen der Milieutherapie ist, das der Jgl., wenn er wieder nach Deutschland kommt auf ein neues, aber zumindest verändertes Milieu stösst! Letztes ist der Punkt! Wer will denn dieses Milieu verändern? Schwierig!
Wer ändert die Familie, denn genau dort liegen ja oft die Punkte, warum die Kids so abdrehen! Der alte Kreislauf... Vernachlässigung, Prügel usw.!
Das ist der falsche Weg sorry!

Die Probleme liegen hier... in Deutschland und hier müssen sie auch gelöst werden, nicht in Sibirien, Rumänien oder sonstwo!

ZUmal ja diese "Therapieform" in der Mehrzahl der Fälle auch noch scheitert und nicht im Ansatz den gewünschten Erfolg zeigt!

GRüße
Naemi

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Naemi27: 17.01.2008 15:01.

17.01.2008 14:55
Dieser am 17.01.2008 um 14:55 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Naemi27 wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

ricki
unregistriert
Hessen schickt jungen Gewalttäter nach Sibirien Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Hallo Naemi 27
Du hast recht,keiner weiß besser als die meisten von uns PE das der Knackpunkt in der Familie liegt.Doch was soll man tun?
Wir bzw. das JA kann nicht jede Familie kontrollieren bzw. den Überblick haben,wo muß das Kind raus,wo nicht?
Zumal es ja auch noch genügend Kids bzw. Jugendliche gibt,die erst später durch schlechten Umgang etc. auf die schiefe Bahn geraten.
Da ist schon oft guter Rat teuer.
Zum anderen Punkt,nein sie müssen nicht nach Sibirien oder sonst wo hin.
Aber etwas leisten im Leben das sollen sie ruhig.Arbeiten schadet nicht,ganz im Gegenteil,es macht nicht nur kaputt und müde sondern zeigt mir auf was ich zu leisten im Stande bin.
Vielleicht ja auch,das ich jemand bin?Die Stunden beim Therapeuten werden doch oft nur müde durchgezogen und vom Jugendlichen mit:
Der hat mich wieder vollgelabert------komentiert.
Arbeit fürs Allgemeinwohl,da gibts genug zu tun unter Aufsicht und Begleitung eines Therapeuten,das würde ich richtig gut finden.
Der alten Dame,welcher die Handtasche entrissen wurde,im Winter den Schnee wegschippen.Du verstehst wie ich das meine?
Nur um,setzen will oder kann das keiner,kein Geld! Wo sollen die Begleiter herkommen?Haben wir nicht auch genug arbeitslose Sozialpädagogen? Ich kenn schon zwei.
Also Ausland muß nicht,ist aber wie ich es lese auch schon wieder ein Kostenfaktor!
LG Ricki
17.01.2008 15:22
Dieser am 17.01.2008 um 15:22 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User ricki wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Naemi27
unregistriert
RE: Hessen schickt jungen Gewalttäter nach Sibirien Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Hallo Ricky,

Du hast Recht, die erste FRage ist, wo und wann muss man ansetzen um das Problem in den Griff zu kriegen!
ZUnächst mal in der Kindheit, mit der ganzen Palette die der Staat ja eigentlich ständig einführen will.. Verpflichtung zur U1-9 Untersuchung, KItapflicht etc.! Alles was dazu beitragen kann, Kinder vor jeglicher Art vonGewalt zu schützen ist gut!
Prävention für die Zukunft!
Aber die Frage ist, was machen wir mit denen, die jetzt schon an dem Punkt sind, wo Andere bedroht sind??
Ich finde es sollte eine Mischung aus Therapie und Sport sein! Das natürlich strukturiert und unter Aufsicht!
Therapie - weil da viel aufgearbeitet werden muss
Sport - damit sie lernen ihre Wut rauszulassen, an Grenzen stossen und Gruppenfähigkeit tranieren
Struktur- weil viele Jgl. einfach perspektivlos sind, bis Mittags im Bett liegen etc. und um sie wieder einem geregelten Tagesablauf näherzubringen
Aufsicht- klar, ohne wird bei den Extremfällen nicht gehen

Ich hab mir mal das Konzept von "Kannenberg" (der ja zurzeit auch ständig in den Medien anzutreffen ist) angesehen und finde es gar nicht schlecht!
Es ist kein Bootcamp wie aus den USA bekannt, weil das geht ja nun auch gar nicht, aber es ist eine Idee Jgl. den respektvollen Umgang miteinander beizubringen!
Sowas in die Richtung!

LG Naemi
17.01.2008 15:45
Dieser am 17.01.2008 um 15:45 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Naemi27 wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Kalle
unregistriert
RE: Hessen schickt jungen Gewalttäter nach Sibirien Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Hallo...,
habe es erst jetzt gelesen und bin nur noch schockiert. Wie unsensibel wird hier eigentlich mit der Deutschengeschichte umgegangen und ein Jugendlicher wird für diese dort verantwortlich gemacht. Sibirien ist ein wunderschönes Land ohne Zweifel, aber in so einem Dorf leben viele Alte und werden die Vergangenheit niemals vergessen können. Welche Perspektive wird dieser Jugendliche haben, der Sprache nicht mächtig und soll dort zur Schule gehen??? verwirrt Dem Herrn Becker würde ich gerne einige Fotos zeigen, denn dieser Mensch ist einfach inkompetent und hat in Geschichte nicht aufgepasst! Mein Nachbar könnte mehr dazu berichten, denn er wurde mit seiner Familie zum Wiederaufbau nach Sibirien geschafft. Manno bin ich jetzt sauer!! regauf regauf

LG
Kalle
04.03.2008 15:52
Dieser am 04.03.2008 um 15:52 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Kalle wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Kalle
unregistriert
RE: Hessen schickt jungen Gewalttäter nach Sibirien Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

HW 56,
gibt es irgendwo einen Zwischenbericht???
Ich wollte mich auch einmal bei Dir bedanken für die Presseberichte, denn ich komme einfach nicht zum Zeitungslesen und bin durch dich immer gut informiert!!! Danke
LG
Kalle
04.06.2008 01:35
Dieser am 04.06.2008 um 01:35 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Kalle wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

susann susann ist weiblich
Beamter


images/avatars/avatar-26.jpg
[meine Galerie]


Dabei seit: 28.10.2007
Beiträge: 4.332
Bundesland: Hessen


Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Ich unterstütze solche Maßnahmen. Ich habe es schon öfters erlebt, Jugendliche die kiffend, schlagend, randalierend und hochaggressiv gegen andere Jugendliche gehen, bis zu Messerstechereien. Was passiert nach deutschem Recht:

Fester Wohnsitz, bleibt auf freiem Fuß und fertig!!!!!

Ich habe meinen Sohn in einen Selbstverteidigungskurs geschickt, als er an der U-Bahn überfallen wurde. Ich habe ihn monatelang in die Schule gefahren ect. Wer fragt danach? Keiner!!!! Aber alle fragen wie es dem armen Jugendlichen in Sibirien geht. Ich möchte nicht wissen was auf dessen Konto geht, bevor man diese Maßnahme in Anspruch genommen hat!

Wir sehen es doch ständig, wie sich solche Jugendliche über unser Gesetz lustig machen(siehe Bildzeitung, Sensationspresse).

__________________
Wenn es etwas in meinem Leben gibt, dass mich auf 180 bringt, dann sind es unaufrichtige Menschen
04.06.2008 08:20 susann ist offline Beiträge von susann suchen Nehmen Sie susann in Ihre Freundesliste auf
Dieser am 04.06.2008 um 08:20 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User susann wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Naemi27
unregistriert
Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Hallo Susann,

und dann sorgt der Aufenthalt in Sibirien oder sonstwo dafür das er in Dschl. nicht in seine alten Muster zurückfällt!??
Das ist eine Milchmädchenrechnung, die Erfolgsqoute liegt bei unter 20 Prozent!


LG
Naemi
04.06.2008 08:24
Dieser am 04.06.2008 um 08:24 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Naemi27 wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Ulti
unregistriert
Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

ZITAT
die Erfolgsqoute liegt bei unter 20 Prozent!

Das sind 20 von 100 Jugendlichen. 20 weniger, die Gefahr bedeuten.
In der Zeit, in der sie in Sibirien sind, können sie auf Deutschlands Straßen keinen angreifen.
Und Sibirien ist billiger, als jeder "Urlaub" in sonnigen Gefilden, die ja auch schon angeboten wurden.

Zu sehen als -Glas halb voll oder halb leer.

LG Ulla
04.06.2008 09:15
Dieser am 04.06.2008 um 09:15 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Ulti wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

susann susann ist weiblich
Beamter


images/avatars/avatar-26.jpg
[meine Galerie]


Dabei seit: 28.10.2007
Beiträge: 4.332
Bundesland: Hessen


Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

@ulti
Mosch

__________________
Wenn es etwas in meinem Leben gibt, dass mich auf 180 bringt, dann sind es unaufrichtige Menschen
04.06.2008 11:03 susann ist offline Beiträge von susann suchen Nehmen Sie susann in Ihre Freundesliste auf
Dieser am 04.06.2008 um 11:03 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User susann wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Naemi27
unregistriert
Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Ulti, das stimmt so leider nicht!
Es sind private Träger, die diese Art der Erlebnispädagogik / Milieutherapie Veranstalten.
Der finanzielle Aufwand ist gigantisch... wir reden von 6000 –7000 Euro im Monat
Pro Person! Das Geld kommt nicht in Sibirien an, sondern bleibt in den Strukturen der
Träger hängen! Ganz toll!

Das sie in der Zeit hier niemanden angreifen ist richtig, aber sehr kurzfristig gedacht!
Sie Kommen wieder! Das Problem ist nicht behoben und dann geht´s in Deutschland
Weiter und das vielleicht schlimmer als zuvor, denn ein Problem das nicht angegangen wird, wird bekanntlich größer!

Und Ulti, glaub mir ich habe mich mit diesem Thema mehr als eingehend auseinandergesetzt! Weil ich es musste –Leider!

Die Erfolgsquote berichtet von Beendigung des Programmes bis zum 18 LJ. (was danach ist weiß keiner). Das ist recht nett, da die meisten Jgl. Die dort hingeschickt werden zw. 12 und 16 Jahre sind und somit wiederkommen, wenn sie aus der Statistik fallen!

Kein anderes Land, ausser Deutschland, veranstatltet diesen Blödsinn, aber dafür sind wir ja bekannt... wirrre pädagogische Konzepte ohne Sinn und Verstand!

LG
Naemi
04.06.2008 11:46
Dieser am 04.06.2008 um 11:46 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Naemi27 wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Naemi27
unregistriert
Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

http://www.care-leavers-survivors.org/CH...ten-Chance.html


http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/5/0,1872,5258757,00.html


Und nochmal was zum Lesen!!!
04.06.2008 12:02
Dieser am 04.06.2008 um 12:02 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Naemi27 wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Kalle
unregistriert
Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Der erste Link geht nicht.
04.06.2008 12:09
Dieser am 04.06.2008 um 12:09 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Kalle wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

szm
Arbeiter


images/avatars/avatar-99.jpg
[meine Galerie]


Dabei seit: 23.05.2007
Beiträge: 2.589


Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Was wäre denn die Alternative hier in Deutschland?

Ich gehe mal davon aus, dass zuerst die möglichen Maßnahmen vor Ort ausgeschöpft wurden.

Und ich denke, körperliches Schuften müssen vielleicht bis kurz vor den physischen Zusammenbruch kann ganz schön läutern! (Allerdings ist ja der Betreuer mitgestraft).

Ich halte es für heilsamer als Surfen lernen in Hawaii;das soll es auch schon gegeben haben.
Natürlich, wenn er dann nach längerer Zeit zurückkommt, muss nachgesorgt werden.

Aber wie so oft ist hier ein Täter wieder der arme, nicht die unbekannten Opfer.
04.06.2008 12:09 szm ist offline Beiträge von szm suchen Nehmen Sie szm in Ihre Freundesliste auf
Dieser am 04.06.2008 um 12:09 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User szm wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Naemi27
unregistriert
Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

zu Link 1 @ Kalle

Christa Schudeja Dipl.-Rel.-Pädagogin, Sozialtherapeutin
12.2.2007


Jugendhilfe in der Kritik
Die Lüge von der letzten Chance
Ins Ausland abgeschoben oder in Kannenbergs Drillcamp gesteckt - immer dann, wenn die Pädagogik zu versagen scheint, wird verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen eine so genannte letzte Chance eingeräumt. Wer maßt es sich an, einem jungen Menschen eine letzte Chance einzugestehen?
Unter dem Sammelbegriff „Schwererziehbare“ wurden schon in den 50ern und 60ern verhaltensauffällige oder unliebsame Kinder und Jugendliche in Heime eingewiesen, in denen ihnen Zucht und Ordnung beigebracht werden sollte. Dass es sich hier zum Teil um regelrechte Arbeitslager handelte, in denen Menschenrechtesverletzungen an der Tagesordnung waren, fiel angeblich niemanden auf. Der Begriff „Schwererziehbare“ suggeriert, dass es sich hier um junge Monster handelt, vor denen die Gesellschaft geschützt werden muss.
Als „Schwererziehbare“ werden Kinder und Jugendliche bezeichnet, die sich den Regeln und Normen widersetzen. Das heisst im Klartext, dass Erzieher und Pädagogen an ihnen scheitern. Der Begriff jedoch soll vermitteln, dass das Kind oder der Jugendliche scheitert. So wird das Unvermögen der Erwachsenen auf das Kind oder den Jugendlichen übertragen und damit ein Urteil zu Ungunsten des Heranwachsenden gefällt. Bedauernswert ist dann der Erzieher, der sich mit dem jugendlichen Monster herumschlagen muss.
Der Sammelbegriff „Schwererziehbar“ taucht wieder auf, obwohl er weder pädagogisch noch ethisch haltbar ist. Pädagogik verurteilt nicht, sondern forscht nach Ursachen und sucht nach Lösungen. Unsere Gesellschaft hat vielfältige Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche mit Problemen. Engagierte Pädagogen und Therapeuten können jungen Menschen in Deutschland individuelle und professionelle Hilfen anbieten.
Nur gescheiterte Erzieher und unfähige Pädagogen verurteilen Kinder und Jugendliche zu „Schwererziehbaren“ und räumen ihnen eine letzte Chance ein. Die letze Chance ist eine Lüge und eine Bankrotterklärung für gescheiterte Pädagogik.

Gestrandete Kinder und Jugendliche - Deutschlands teuerster Sondermüll
Wird in den Medien der Begriff vom gestrandeten Jugendlichen gebraucht, so muss man sich fragen, was dahintersteckt. Gestrandet heisst, zu Strandgut zu werden, der entsorgt werden muss. Doch wohin mit dem menschlichen Sondermüll?
Aus der durchaus sinnvollen Erlebnispädagogik, die Kindern und Jugendlichen mit Problemen in ihrem Umfeld eine Auszeit ermöglicht, hat sich inzwischen ein regelrechter Menschenhandel entwickelt, der die als gestrandet Abgeschriebenen ins Ausland entsorgt. Hier geht es nicht mehr um das zeitlich begrenzte Erlebnis, welches fordert und fördert, sondern um eine regelrechte Auslagerung von Heimplätzen, die den Betreibern enorme Gewinne einspielen.
Und es finden sich immer Vollzugs-Pädagogen, die das mitbetreiben. Nicht nur, dass hier Millionen an Steuergeldern in Immobilien im Ausland versickern, Aussteigern ihre Existenz sichert, oder sich Einrichtungen der Jugendhilfe sanieren - die Folgekosten sind weitaus höher. Teilweise über Jahre ausgesperrte Kinder und Jugendliche finden sich nach der Rückkehr nur schwer in die Gesellschaft ein, denn sie haben den Anschluss in Deutschland regelrecht verloren.
Es ist Kindern und Jugendlichen zu wünschen, dass sie die Erfahrung einer begrenzten Auszeit in konfliktbelasteten Zeiten machen können. Deutschland bietet dazu alle Möglichkeiten - von der Nordsee bis zu den Alpen sind genügend Plätze vorhanden, die Ruhe und Abstand bieten. Auch einem zeitlich begrenzten Reiseprojekt ist nichts entgegen zu setzen, wenn es sich um Jugendliche handelt, bei denen keine psychische Erkrankung vorliegt.

Arbeit macht frei - Therapie für die Unguten
Zucht und Ordnung sind dem Deutschen wichtig und Arbeit ist ihm regelrecht heilig. Millionen Arbeitssuchenden wird daher Faulheit unterstellt, obwohl belegbar ist, dass Arbeitsplätze fehlen. Trotzdem ist die Pflicht zur Arbeit oberstes Gebot, auch wenn sie sinnlos ist oder mit einem Euro entlohnt wird. Hauptsache der Faule wird früh aus dem Bett geholt und macht sich nützlich. Beschäftigungsgesellschaften sind damit beschäftigt, Arbeitslose zu beschäftigen. Es geht nicht mehr um Sinn und Schaffensfreude und um die Entwicklung einer beruflichen und persönlichen Perspektive, sondern um das Einreihen in das Angestelltenheer. „Arbeit adelt“ wird zur Perversion - „Arbeit macht frei“. So werden beispielsweise verhaltensauffällige oder psychisch kranke Kinder schon ab 11 Jahren in Projekten der deutschen Jugendhilfe in Rumänien zur Arbeit gezwungen oder über ihren Arbeitswillen bewertet. Acht Stunden Arbeitstag als Therapie für die Unguten und die Bestrafung von Arbeitsverweigerung wird den Kindern mit Problemen in einem Projekt in Nordrumänien angedroht. Wie viele Mitarbeiter der Jugendämter haben über das Prospekt der Betreiber dieser Arbeitslager gelesen und haben Kinder dahin geschickt? Ist diesen Fachleuten nicht aufgefallen, dass Arbeitszwang für Kinder verboten ist? (www.projekt-maramures.de)
Es sind längst nicht die Randalierer, die man ausgegrenzt hat, es sind vor allem Kinder und Jugendliche, die sich nicht wehren können, weil sie von Erziehungsberechtigten oft zu Unholden erklärt werden, um sie an den Staat abzugeben. „Wenn du nicht parierst, kommst du ins Heim“, diese Drohung ist noch aktuell. Der Staat will seinen Schutzbefohlenen dann angemessene Hilfe zuteil werden lassen, aber es finden sich immer wieder gewissenlose Spekulanten, die durch Gesetzeslücken Profit aus der großzügigen Hilfe schlagen.
Diese Missstände sind längst bekannt, aber reagiert wird nur zögerlich. Es entsteht kein Druck, denn die in der Öffentlichkeit als „schwer erziehbar“ Abgestempelten sind nicht im Blick des allgemeinen Interesses. Im Gegenteil, sie werden aus dem Blick geschoben - aus dem Blick der Eltern, die sich nicht mehr mit der mühsamen Erziehungsaufgabe belasten wollen, aus dem Blick der Behörden, die die Akten endlich vom Tisch haben möchten und aus dem Blick der Gesellschaft, der saubere Städte wichtig sind. Was bedeutet es schon, wenn ein solcher Unhold im Ausland geschlagen wird, im Inland sich im Misthaufen wälzen muss oder mit elf Jahren dem Arbeitszwang unterstellt wird? Für die Unguten gelten keinerlei Menschenrechte.

Hau ihm in die Schnauze, Kleiner
Kutlivierte Brutalität

Im Erziehungscamp Lothar Kanneberg soll das Gewaltpotential jugendlicher Straftäter in geregelte Bahnen gelenkt werden. Jedoch besteht das Erziehungskonzept einzig und allein in der Kultivierung der Brutalität. Der Teilnehmer lernt, wie er gezielt und geregelt einem anderen eine „in die Schnauze“ haut. Die Ursachen, warum Kinder und Jugendliche Straftaten begehen sind unterschiedlich, aber ihre Zunahme liegt m.E. in der neuen Kinderarmut begründet. Dem vorgelebten Konsumverhalten Erwachsener, dem Prestigedenken und Streben nach Statussymbolen, steht die Entbehrung der von Kinderarmut Betroffenen entgegen. Der junge Mensch protestiert gegen die aufgezwungene Entbehrung, indem er sich das nimmt, was ihm verwehrt bleibt. Findet beispielsweise der Schulversager keine Beachtung und Anerkennung seiner Leistung, findet er durch coole Taten Beachtung in Cliquen und gleitet ins kriminelle Millieu ab. Die Gewinnertypen auf Hochglanzprospekten vermitteln ihm tagtäglich, dass er ein Verlierer ist. Wenn er schon nicht auf seine Leistung stolz sein kann, dann ist er darauf stolz, ein Deutscher zu sein und schwenkt die Hakenkreuzfahne.
Die andere Kinderarmut ist nicht materieller Art, sondern ist begründet im Mangel an Zuwendung, deren Folge vor allem Drogenmissbrauch ist, um die Entbehrung an Geborgenheit und Verständnis zu kompensieren. Es nutzt nichts, allein die Droge und deren Konsum zu bekämpfen, sondern der Leere, die sie füllen soll. In der kultivierten Brutalitaet wird dem jungen Menschen, der ins Abseits geraten ist, vermittelt, dass er sich zukunftig als professioneller Schläger durch das Leben boxen soll. Zuschlagen, statt nachdenken!

Verdienstmedaille für Folter?
Was würde man dazu sagen, wenn ein Gymnasiast einen seiner Mitschüler zwingt, sich in Fäkalien zu wälzen oder ihn in den eisigen Fluss wirft? Im Erziehungscamp Lothar Kannenberg ist diese Misshandlung Erziehungsmethode. Kinder und Jugendliche wurden auch dem Ertrinken ausgesetzt, indem man sie zwang, mit ihrer Kleidung in den Fluss einzutauchen. Liegestütze in der Schlammlache oder Strafmärsche, bei denen es blutige Füße gibt, sind nicht nur Menschenrechtsverletzungen, diese Strafen reichen schon an Foltermethoden heran. Hier wird zwar kein Eingeständnis erpresst, jedoch ist die Erniedrigung vor der Gruppe eine Demütigung, die der junge Mensch erleiden muss, deren Wirkung traumatisieren wie sie Folter zur Folge hat. Obwohl die Menschenrechtsverletzungen im Camp von Lothar Kanneberg seit Jahren durch Veröffentlichungen in den Medien bekannt sind, fällt es anscheinend keinem auf, dass hier die Würde des Menschen verletzt wird. Es handelt sich ja lediglich um die so genannten „Schwererziehbaren“ mit Delikten, denen man eine letzte Chance in Fäkalien einräumt. Die Würde des Menschen ist antastbar und Misshandelnde werden als Vorbild für Deutschland gewürdigt. (www.durchboxen.de)
Informationsquelle: ZDF, Das Parlament, Hamburger Abendblatt

Das Schweigen der Ämter
Braunbär Brunos Tod bewegte 2006 die Gemüter in Deutschland. Auch ich wandte mich an das Umweltministerium und erhielt unmittelbar danach eine persönliche Antwort. Jedoch auf mein Schreiben an das Familienministerium im Mai 2006, in denen ich die Missstände in einem Projekt der Jugendhilfe im Ausland benannte, bekam ich zunächst keine Rückmeldung. Auch die zuständigen Landesjugendämter, die ich später informiert hatte, meldeten sich nicht zurück. Sehen Ämter erst Handlungsbedarf, wenn die Masse reagiert? Der Bürger wird schweigen, wenn es sich um jungen Menschen handelt, die bereits schon durch das angewandte Vokabular vorverurteilt sind. So wird die wohlberechtigte Sorge um weitere Braunbären in Deutschland weiteraus mehr Beachtung finden, als die Zukunft der jungen Menschen, die ins gesellschaftliche Abseits geraten.

Auf-Forderung
Eine Formulierung wie diese: „Wer es nicht schafft landet auf der Straße, im Knast oder auf dem Friedhof“ auf den offiziellen Seiten des Bundestages zu finden, macht nicht nur sprachlos. Wird jetzt zur Diskussion gestellt, ob dieses Leben überhaupt lebenswert ist? Ist es schon der Hinweis darauf, dass Kinder und Jugendliche im Erziehungscamp Lothar Kannenberg gezwungen werden, sich ihre Gräber symbolisch zu graben?

Es wird Zeit zu handeln.
Es wird Zeit, den ehemals misshandelten Heimkindern schnell und unbürokratisch zu helfen.
Es wird Zeit, innovative Projekte mit Fachkräften zu fördern.
Es wird Zeit, gegen Kinderarmut zu handeln.




---------------------------------------------------------------------------
-----


Desweiteren, siehe auch den Artikel von Christa Schudeja vom 18.03.2007 @ http://www.antimanifest.de/ararshed.htm - E-mail des dortigen Webseiten-Betreibers: steiph@antimanifest.de
04.06.2008 12:16
Dieser am 04.06.2008 um 12:16 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Naemi27 wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Ulti
unregistriert
Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Hallo Naemi,

du schreibst von Erfolgsquote 20%

Darauf war mein Posting gemünzt. Und die restlichen 80% können zumindest in der Zeit, in der sie in Sibirien sind, keinen atakieren.

Dieses Programm wird wohl nur bei den schlimmsten der Schlimmen gemacht. Von daher ist der Betrag durchaus tragbar, auch wenn das meiste beim Träger hängen bleibt, wenn es 20 von 100 läutert.
Diese 20 ersparen dem Staat auf Jahre gesehen zumindest wieder einiges an Geld, was die Gefängnisaufenthalte betrifft. Von den Gerichtsverhandlungen mal abgesehen, die auch noch kosten, sowie Polizeieinsätze u. u. u.

100 % könnte man höchstens mit weg sperren erreichen. Das wird aber wesentlich teurer.
OOOOder:
Das JA holt diese Jugendlichen früh genug (als Kleinkinder) aus ihren Familien, damit sie von klein an andere Sozialstrukturen lernen können.

Da dies aber leider nicht gemacht wird, wird es trotz dieser Sibirien-Maßnahme bei den 80 %, die nicht geläutert werden, bleiben.

Prävention von der Familie her, wird bei der Menge der immer mehr auffälligen Familien, nicht möglich sein. Wo soll man all die Familienbetreuer her nehmen.

Im Endeffekt bleibt es nur bei einer Schadensbegrenzung in allen Bereichen.

Von daher bin ich schon dankbar für diese kleinen 20 %, die keinen mehr töten oder zum Krüppel schlagen.

Lgr ulti
04.06.2008 12:23
Dieser am 04.06.2008 um 12:23 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Ulti wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Naemi27
unregistriert
Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Die Jugendlichen kommen ohne Schullbildung oder Ausbildung wieder
(sh. Berichte), denn bei 6000 Euro kosten, ist das vermutlich zu teuer
*Ironie* .... und sie kommen wieder und fallen ins soziale Netz ( Hartz 4 mit allem
was da so dazu gehört). Das wird dann nochmal richtig teuer!

Deinen anderen Ansatz finde ich gut Ulti!

Wo das Geld herkommen soll? Naja... also wenn man diese Massnahme einspart
(also ca. 600 Jugl. Die sich in sowas befinden) hat man im
Monat 3.600.000 Euro für die Jugendhilfe in Dschl. Zur Verfügung! Das sind
43.200.000 Euro im Jahr! Da würden sich die Jugendämter sicher nicht beschweren und könnten eventuel (dank besserer Personalbesetzung) bereits in Dschl. Vorbeugend wirken!
04.06.2008 12:35
Dieser am 04.06.2008 um 12:35 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Naemi27 wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Joely
unregistriert
Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Ich habe schon sehr viele positive Berichte gehört, gelesen und im Fernseh gesehen über solche Sibirienaufenthalte oder ähnliches. Ich glaube auch an Erfolge. Ich denke auch nicht, daß dort Jugendlichen hingeschickt werden, bei denen noch irgendwelche Erziehungsmaßnahmen greifen könnten.
Wenn für solch einen Jugendlichen nur noch als letzte Chance ein längerer Sibirienaufenthalt bleibt oder Knast, wenn dies dann noch eine freiwillige Maßnahme ist, dann ist doch alleine die Entscheidung des gestrauchelten Jugendlichen nach Sibirien zu gehen schon ein minikleiner Erfolg. Der Jugendliche wird erahnen können, daß es hart wird und lässt sich trotzdem auf solch eine Sache ein, dann muss er sich doch Gedanken gemacht haben, was aus ihm noch werden kann. Wenn er dann darauf eingeht, hat er selbst für sich doch noch nicht alle Hoffnung augegegeben und darauf kann man doch versuchen aufzubauen.
Gruß Joely
04.06.2008 13:00
Dieser am 04.06.2008 um 13:00 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Joely wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Ulti
unregistriert
Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Hallo Naemi,

Zitat:
43.200.000 Euro im Jahr!

Sicher könnte man die JETZT bei den Kleinkindern u. engere Betreuung der momentan auffälligen Familien bestens verwenden.

Aber:
Die Jugendlichen, die im Moment so abdrehen, würden dadurch nicht weniger, da dort dann das Geld fehlen würde.
An die kommt man mit unseren Maßnahmen, die wir in Deutschland z.Z. bieten, leider nicht ran.

Hier wurde schon vor 10-15 Jahren versäumt rigoros u. konsequent einzugreifen.

Wir brauchten noch einmal so viel Geld -siehe oben- damit man die jetzt auffälligen Jugendlichen "bekehren" kann UND um die heutige Kindergeneration zu präventieren, damit wir später nicht diesen obigen Betrag wieder für Sibirien-Maßnahmen benötigen.

Wir können uns die Köpfe heiß reden, was besser wäre. Leider können wir es nicht ändern,
Solange JA nur darauf aus sind, ihre Kostenstelle gut da stehen zu lassen, nicht überlegend, dass diese Million, die das JA heute spart, später Hartz 4 das vielfache kostet., solange wird sich nicht viel ändern.
Unser JA war stolz darauf, mit an letzter Stelle der Kosten in der Jugendhilfe zu stehen. Das sagt alles.

LGr ulti
04.06.2008 15:15
Dieser am 04.06.2008 um 15:15 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Ulti wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

cherry
unregistriert
Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
sollte da denn nicht eine vernünftige psychologische Behandlung durchgeführt werden, statt ihn nach Sibirien zu schicken und zu denken, er kuriert sich da selbst
!

Eine vernünftige psychologische Behandlung in Deutschland. Wo gibt es die? Mir als Kassenpatient ist keine bekannt.
16.06.2008 16:33
Dieser am 16.06.2008 um 16:33 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User cherry wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Pflegeeltern.de » Das schwarze Brett » Medien » Hessen schickt jungen Gewalttäter nach Sibirien
Das Forum von Pflegeeltern für Pflegeeltern
sitemap

Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH Style By D€NiS™